Für Kinder ist Halloween Trick-or-Treat, für Erwachsene ist es oft vor allem die Begleitung beim Trick-or-Treat. Das Kind rennt aufgeregt im neuen Kostüm voraus, die Erwachsenen laufen in der alten Kleidung vom Vorjahr hinterher und sind den ganzen Abend über nichts weiter als eine wandelnde Süßigkeitentasche
Eigentlich kann Halloween viel mehr Spaß machen —— veranstaltet einen großen Familien-Kostümwettbewerb und macht aus der Trick-or-Treat-Nacht einen Modenschau-Abend für die ganze Familie. Alle tragen ein sorgfältig vorbereitetes Kostüm, alle haben ihre eigene Rolle und bekommen Applaus, und niemand bleibt außen vor
Und dieser Wettbewerb braucht keine Bühne, keine Jury und keine Professionalität: Das Wohnzimmer ist der Laufsteg, die ganze Familie ist die Jury. Hier ist alles genau aufgeschlüsselt, von der Vorbereitung bis zur Preisverleihung
Schritt eins: ein Thema festlegen und dem Wettbewerb eine Richtung geben
Mit einem Thema ist die Stimmung sofort eine andere. 2026 könnt ihr als Thema direkt die angesagtesten Charaktere 2026 festlegen —— in diesem Jahr gibt es schließlich mehr als genug Figuren, die es wert sind, gespielt zu werden
Natürlich könnt ihr stattdessen auch Heldenthema, Essensthema oder Mein Traumcharakter wählen. Ein Thema soll nicht begrenzen, sondern der ganzen Familie eine gemeinsame Gesprächsrichtung geben —— Ich nehme diese Figur, und du. Schon dieses Gespräch läutet Halloween ein
Schritt zwei: Gruppen bilden, damit jeder einen Platz hat
Das Schöne an einem Familien-Kostümwettbewerb ist, dass jeder seine eigene Gruppe und seinen eigenen großen Moment hat. So könnt ihr einteilen:
Kleinkindgruppe (2 bis 6 Jahre), Grundschulgruppe (7 bis 11 Jahre), Jugendgruppe (11 bis 13 Jahre), Erwachsenengruppe (Eltern, Großeltern), Haustiergruppe (die Katzen und Hunde im Haus, Teilnahme freiwillig)
Für jede Gruppe gelten andere Maßstäbe: Bei Kleinkindern zählt der Komfort, bei Grundschulkindern der Wiedererkennungswert, bei Jugendlichen die Coolness, bei Erwachsenen, dass es nicht peinlich ist, bei Haustieren, dass sie es überhaupt anziehen. Der Sinn der Gruppen ist, dass der Geschmack jedes Alters anerkannt wird, statt dass sich alle in einer Gruppe gegenseitig fertigmachen
Schritt drei: Kostümtendenzen 2026 mit ein paar fertigen Anregungen
Hier ein paar Richtungen, die 2026 bei den einzelnen Gruppen wirklich angesagt sind (alles in diesem Jahr tatsächlich Angesagte):
Kleinkindgruppe: Bluey-Plüsch-Overall (warm, sofort erkennbar und danach noch als Schlafanzug zu gebrauchen); leuchtender Katzenohren-Haarreif von Gabby (ist Kostüm und zugleich Sicherheitsmarkierung im Dunkeln)
Grundschulgruppe: Spider-Man (der absolute König unter den Kinderkostümen 2026, laut Spirit Halloween tragen fast 11 % der Kinder dieses Kostüm, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr); Baseballtrikot der Savannah Bananas mit gelber Kappe (das Baseball-Tanzteam von TikTok ist dieses Jahr bis in die Grundschule durchgestartet)
Jugendgruppe: Olivia Rodrigo (schwarzer Kapuzenpullover, heller Rock und kniehohe schwarze Stiefel, die Bildsprache des dritten Albums); die lila Zopfperücke aus KPop Demon Hunters (ein schwarzes Oberteil plus lila geflochtene Perücke, fertig)
Erwachsenengruppe: Vamp Romantic, der gotische Vampir (die Farbkombination Schwarz, Weiß und Rot passt schon für sich); Beetlejuice mit gestreiftem Hemd und schwarzem Mantel (einfach über normale Kleidung ziehen, dann muss man bei Kälte nicht frieren)
Haustiergruppe: dem Hund einen Kürbis-Look oder einen kleinen Fledermausumhang anziehen, wichtig ist nur, dass es sich anziehen lässt
Das sind nur Anregungen, keine feste Liste. Ein „Astronaut“ oder „Lieferbote“, der aus alten Klamotten zusammengestellt wird, ist genauso ein gutes Kostüm – der Sieger der Kreativ-Kategorie kommt oft genau aus so einem „was zu Hause rumliegt“
Schritt 4: Kategorien für die Bewertung festlegen, nicht nur „schönstes Kostüm“
Der häufigste Grund, warum so ein Wettbewerb schnell langweilig wird, ist ein einziger Preis für „wer sieht am besten aus“ – das Ergebnis ist dann meist, dass Mama gewinnt und alle anderen leer ausgehen
Mehrere Kategorien sorgen dafür, dass jeder etwas zu hoffen hat:
Lustigstes Kostüm (das zum Lachenste), kreativstes Kostüm (das unerwartetste), beste Ähnlichkeit (der Person / Rolle am ähnlichsten), niedlichstes Kostüm (das zuckersüßeste), bester Tierpreis (nur für die Tier-Gruppe)
Dazu noch einen „Preis für den meisten Mut“ – für den, der eigentlich nicht mitmachen wollte und am Ende doch ein Kostüm angezogen hat. Je mehr solcher Preise, desto motivierter machen alle mit
Schritt 5: Modenschau – das Wohnzimmer wird zum Laufsteg
Das ist der Höhepunkt des Abends. Es muss kein echter Catwalk sein: Jeder (oder jede Gruppe) kommt von der Tür ins Wohnzimmer, dreht sich einmal, posiert kurz, damit alle es gut sehen können
Musik an, Deckenlicht aus, eine Stimmungslampe an – schon fühlt es sich wie ein Laufsteg an. Wenn die Kinder laufen, klatscht und pfeift die ganze Familie; wenn die Erwachsenen laufen, lachen sich die Kinder schlapp. Dieser Teil ist der lachreichste des ganzen Abends
Nach der Modenschau kommt das Fotoshooting. Jeder macht ein „offizielles Kostümfoto“ vor seinem Kostüm, danach gibt es ein Familienfoto. Dieses Bild ist später die schönste Erinnerung an Halloween 2026
Schritt 6: Abstimmen und Preise vergeben
Das Abstimmen kann ganz einfach sein: jeder bekommt einen Zettel oder alle stimmen per Handzeichen ab. Beim Auszählen jeder Kategorie wird das Kostüm des Kandidaten kurz kommentiert – „dieser Astronaut ist eindeutig von Papa aus einem Karton gebaut“ – solche Sprüche sorgen für brüllendes Gelächter
Als Preise sind teure Dinge eher langweilig. Der erste Platz bekommt eine „Medaille“ (ein Kreis aus goldener Pappe, mit dem Namen der Kategorie beschriftet) plus ein Bonbon. Als Trostpreis bekommt jeder einen Sticker oder einen kleinen Kürbis. Wichtig ist, dass jeder etwas mit nach Hause nimmt und niemand leer ausgeht
Ein paar Regeln, damit der Wettbewerb nicht schiefgeht
Mitmachen fördern, niemanden rauswerfen. Das ist ein Wettbewerb, bei dem „jeder etwas gewinnt“, keine Casting-Show. Wenn von vornherein klar ist, dass jeder einen Preis bekommt, ist die Stimmung gut
Lächeln statt Gruseln. Kostüme dürfen „Geist“ oder „Vampir“ heißen, aber sie sollten nicht wirklich erschrecken – besonders wenn Kinder im Haus sind, die sich leicht fürchten. Niedlich, lustig und kreativ kommt besser an als gruselig
Auch ohne gekauftes Kostüm kann man mitmachen. In den Regeln steht: alte Klamotten durchwühlen, Kartons verwenden, Gesicht bemalen – alles zählt. Der „Preis für die beste Idee“ geht oft an das Kostüm, das „aus null Euro zusammengebaut“ wurde
Haustiere sind freiwillig. Ob der Hund ein Kostüm anziehen will, hängt ganz von seiner Laune ab. Wenn er mitmacht, läuft er mit, wenn nicht, ist er Zuschauer – nichts erzwingen
Zum Schluss noch eins
Der Familien-Kostümwettbewerb macht aus dem Kern von Halloween – „Trick-or-Treat“ – ein gemeinsames Spiel
Kinder warten nicht darauf, dass Erwachsene Süßigkeiten verteilen, sondern darauf, dass die ganze Familie gemeinsam über den Laufsteg läuft, gemeinsam lacht und gemeinsam Preise gewinnt – Mamas Kostüm aus zusammengestückelten alten Kleidungsstücken, das von der Familie als kreativstes gewählt wurde, Papas Weltraumanzug aus Pappe, über den sich alle schlappgelacht haben, und das stolze Spider-Man-Kostüm des Kindes – jeder präsentiert seinen eigenen kleinen Glanzmoment
Halloween ist nur eine Nacht im Jahr, und statt in dieser Nacht nur Süßigkeiten zu sehen, sollte sie Applaus bekommen – dieser Wettbewerb ist genau der Applaus, der für deine Familie reserviert ist



